Todenfeld



In einen Ort hochfahren mit dem schauerlich schönem Namen Todenfeld... ernsthaft? Ja doch! Der knapp vor der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz liegende Col hat sich als beliebter Einstieg ins Ahrgebirge der Eifel oder als südlicher Wendepunkt für Ausfahrten von Köln etabliert. Mitverantwortlich hierfür ist die Permanente, die während des Wintertrainings hier wöchentlich knappe 190 Höhenmeter sammelt.

Hinter Rheinbach geht es am Waldhotel links ab und sodann bei moderaten Steigungsprozenten geradeaus hinauf durch den Rheinbacher Wald. Ein erstes markantes Merkmal des Anstiegs ist die Waldkapelle. Der in silber gegossene Buchenscheit, welcher dem Pilgerort zu kirchlicher Bedeutung verholfen hatte, musste zwar nach einem Diebstahl durch eine Replik ersetzt werden, der weitere Anstieg hinauf ist aber immer noch „the real thing”.

Auf langgezogener Gerade geht es weiter und so langsam fragst du dich dann vielleicht doch, wo das Ganze denn noch hinführen soll. Sobald die Baumgrenze erreicht ist, wird es kurviger und das namensgebende Todenfeld gelangt in Sichtweite – zumindest wenn das Örtchen nicht mal wieder von einem mysteriösen Nebel umhüllt wird.

Am Ortseingangsschild lässt sich gut anhalten und auf diejenigen warten, die sich erst noch weiter nach oben arbeiten müssen. Aber nicht täuschen lassen, auf dem Weg durch den Ort wird es noch einmal steiler, bevor die eigentliche Passhöhe dann erreicht ist.